New York 6.-10.4.

New York ist großartig! Im wahrsten Sinne des Wortes!

Da ich als Abschiedsgeschenk schon Dollars bekommen hatte, musste ich mir am Flughafen nicht mal den Stress machen erst Geld abheben zu müssen. Aber als ich am Flughafen direkt auf einen Automaten zulief versuchte ich es doch gleich mal. Leider stellte ich fest, dass ich Vokabeln wie withdraw (=Geld abheben) noch nie benutzt hatte. Aber die Newyorker sind alle sehr hilfsbereit und so kam ich dann auch wirklich an mein Geld. Man lernt so sehr schnell, welche Vokabeln wirklich wichtig sind.

Es war fast 23 h, als ich bei Svenja und Marcel in Manhatten an. Svenja hat mir eine eigene Matratze mit Kissen und Decke aufgebaut und ich habe mich nach nur 4 Tagen reisen schon riesig darüber gefreut! Wie wird das bloß, wenn ich mal längere Zeit nur mit dem Zelt unterwegs war? Und dann wurde ich sogar noch mit Nudeln versorgt. =)

Am Freitag mussten die beiden morgens los zur Arbeit und ich machte mich auf den Weg,um die Stadt zu erkunden. Die ersten drei Schritte vor der Haustür reichten aus, damit ich all den Leuten glauben konnte, die immer sagen „oh es ist alles so hoch und beeindruckend“. Das hätten mir vorher auch noch hundert Leute sagen können, ohne das ich es nachvollziehen könnte. Als ich dann zwischen den Häusern stand, dachte ich trotzdem „wow sind die hoch“ statt „Naja, hat ja jeder gesagt…“ ich glaube man kann das leider nicht nachempfinden, wenn man noch nie da war.

Mein erster Weg ging schnurstracks in den Central Park. Ich hatte gehört, dass dort Boulderfelsen liegen sollen. Der Park und somit auch die Felsen waren nur 10 Minuten von Svenjas Wohnung entfernt. …freu… und ich habe sie sogar direkt gefunden. Das muss der Boulderfelsensuchsinn gewesen sein. Denn wie viel Glück ich hatte in die richtige Richtung gelaufen zu sein begriff ich erst zwei Tage später, als ich merkte, dass ich gar nicht durch den ganzen Park gelaufen bin sondern nur ganz am Anfang des Parks ein kurzes Stück an der Stirnseite entlang gelaufen bin. Naja, diesen Tag war es mir noch zu ungemütlich um mich wirklich umzuziehen, aber ich wusste jetzt, wo die Felsen sind. Und würde definitiv wieder kommen. Ab morgen sollte das Wetter auch schöner werden. Im Park habe ich eine der wichtigsten Vokabeln gelernt: Eichhörnchen! Die sind einfach überall, supersüß und für Nüsse würden sie alles tun. Deswegen hier einen kleinen Gruß an meine Tante Ute. Ein paar ihrer Nüsse haben dafür gesorgt, dass mein Herz dahingeschmolzen ist…

Also ging es weiter in die Stadt. Ich wollte mir Manhatten einfach mal zu Fuß ansehen und habe die Strecken etwas unterschätzt. Mal eben über den Times Square, dann zur Freiheitsstatur, zur Brooklyn Brige und zurück hat dann zu Fuß doch 6 Stunden gedauert. Abends zeigte meine Uhr mir 48000 Schritte an und 36 km an.

Bei der Freiheitsstatur waren die Eichhörnchen noch zutraulicher. Da waren sie sehr an die Touristen gewöhnt und wussten genau, was sie für Futter tun müssen. Ohne Nüsse hatte man jedoch keine Chance.

New York hat super viele Museen, die zu bestimmten Tagen und Zeiten für ein paar Stunden kostenlos sind. Einige auch die immer kostenlos sind. So habe ich abends noch mal im Internet nachgeschaut, was es für diesen Abend so gibt und mir erst das Museum of Modern Art und danach noch das Morgan Library Museum angesehen. Das Zweite war mega schön und beeindruckend. Allerdings merkte ich um 20 h auch, dass ich vom Jetlag totmüde war und einfach nichts mehr aufnehmen konnte.

Was den Jetlag angeht bin ich ehrlich sehr froh immer nur ein paar Stunden Zeitverschiebung zu haben. Die zwei Stunden nach Island habe ich fast nicht gemerkt. Die vier Stunden nach New York habe ich noch drei Tage gemerkt. Nach Las Vegas habe ich noch mal drei weitere Stunden.

Den nächsten Tag fasse ich mal in Kurzform zusammen. Morgens war ich noch mal in der Stadt, um mir noch so einige Dinge anzusehen, die man unbedingt in New York gesehen haben muss. Die Tipps von Svenja und Marcel waren da echt Gold wert. Nachmittags holte ich die beiden dann ab und wir gingen nachmittags in den Central Park. Zum Bouldern, Volleyball spielen und Marcel hatte auch noch einen Football dabei. Svenja hatte mir auch den Tipp gegeben mit einer Fähre zu fahren, die direkt an der Freiheitsstatur vorbei fuhr. Ich plante zum Sonnenuntergang da zu sein. Der Anblick war großartig, aber die guten Bilder gint es nur in meinem Kopf. Einmal war die Spiegelung in den Fenstern blöd für Fotos und leider brauche ich dringend noch ein anderes Objektiv, wie ich schon in Island gemerkt habe. Auf dem Rückweg ist die Fähre dann auf Manhatten bei Nacht zugefahren, was auch ein unvergesslicher Anblick war! Diesen Tag kam ich dann nur auf 38000 Schritte.

Sonntags war ich in der New York Hall of Sciens, die nach dem gleichen Prinzip wie das Phaeno aufgebaut ist, aber trotzdem ziemlich anders ist. Da die Beschreibungen für Kinder verständlich geschrieben waren, war es für mich erstaunlich einfach alles zu verstehen, obwohl ich dachte dass mir die wissenschaftlichen Begriffe Schwierigkeiten bereiten würden.

Generell merke ich wie gut ich zur Ruhe komme seit ich aus Deutschland los geflogen bin. Und dass ich mich schon ewig nicht mehr so wenig gestresst gefühlt habe. Ich sehe es auch an meinem Ruhepuls, der jeden Tag langsam gesunken ist und mittlerweile bei 43 angekommen ist (von 53 in Deutschland). Das könnte so langsam mal aufhören…

Noch habe ich meinen großen Rucksack gar nicht richtig testen können. Mit Essen und Trinken liegt er gewichtsmäßig doch schon so bei 25-26 kg. Ich hatte den Plan, ab einer Station, wo ich umsteigen musste einfach die letzten drei Stationen zu Fuß zum Airport zu gehen und mir die Newyorker Randbereiche dabei anzusehen. Google Maps sagte mir eine Stunde zu Fuß und nur geradeaus, was ich für eine gute Teststrecke hielt. Allerdings hätte ich mich totlachen können, weil ich alle 2 Minuten angesprochen würde, ob ich Skifahren wolle, wo denn der Schnee sei, wie viele Meilen ich schon unterwegs bin,… mit Wanderstöcken und einem großen Rucksack muss ich ein absoluter Exot gewesen sein. Mehrere Leute haben mich sogar aus ihren Autos heraus angesprochen. Wenn ich mich wirklich mit jedem unterhalten hätte, hätte ich auch 5 Stunden für den Weg brauchen können. Und oft hörte ich wie um mich herum überall über Schnee gesprochen wurde, weil sie die Wanderstöcke für Skistöcke hielten. Ich würde schätzen, dass so 70-80% der Leute mich auf Skifahren angesprochen haben und nur 20% an Bergsteigen gedacht haben. Die Menschen waren alle sehr freundlich und offen. Mein einziges Problem war dann, dass ich vor dem Flughafen stand und ohne Auto nicht rein kam. Der Zug hält mitten auf dem Flughafengelände, aber ich stand davor und musste letzt endlich wirklich ein Taxi nehmen, um auf das Flughafengelände zu kommen. Die Taxifahrerin meinte nur ziemlich verständnislos, wie ich denn auf die Idee käme, Amis gehen doch nicht zu Fuß.

Bilder sollte es demnächst irgendwann auch noch geben. Aber eben habe ich leider ganz viele Bilder auf eine kaputte SD Karte geschoben und die Dateien sind jetzt alle nicht mehr lesbar. Aber ich werde mal schauen, ob man da noch irgendwas rausholen kann. Ansonsten muss ich eben noch mal nach New York reisen.=) Von New York sind dann doch leider viele Bilder verloren gegangen, was recht schade ist.

Ein Gedanke zu „New York 6.-10.4.“

  1. Liebe Ilke!
    Mami möchte gerne wissen, wie sie Dir einen Brief zukommen lassen kann. Mein Vorschlag ist eine Email. whatsapp geht nicht. Sonst könnnte der Ockel noch über Facebook gehen, wenn Du da sein solltest. Große Freude von Mami Deinen Brief zu erhalten aus NYC!!!
    Liebe Grüße aus Kgl. Deine Tante – Gacki

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